Vom Unsinn eines SPAM Ordners

         
          Wohl jedes e-mail Programm hat einen SPAM Ordner. Und die meisten e-mail User denken sich nichts dabei.
          Aber es ist unüberlegt und nachteilig, diesen Ordner zu nutzen.

          In den SPAM Ordner werden eingehende mails vom Programm automatisch gelegt, die unerwünscht, lästig oder sogar gefährlich sind (JUNK oder SPAM mails).
          Soweit die Theorie.

          Klingt im ersten Moment gut - nur: wer entscheidet darüber ? Der Computer oder das mail-Programm können nicht ”denken”, sie handeln nur nach ihren Voreinstellungen.
          Diese Voreinstellungen sind entweder bereits im mail Programm enthalten, oder der User kann sie ändern oder selbst einstellen.

          In jedem Fall aber werden die Voreinstellungen von Menschen vorgenommen.
          Klingt auch gut ? Nicht wirklich.

          Die Grundeinstellungen für den SPAM Filter werden in der Regel bereits mit dem Programm geliefert, also von Programmierern der Firma vorgenommen, die das Programm
          zur Verfügung stellt.
          Ein SPAM Filter funktioniert so, daß IP-Adresse, Absender-Adresse, Betreff oder sogar der gesamte Inhalt der mail automatisch auf ”verdächtige”, ”unangemessene”
          oder ”blacklisted” Stichworte und Inhalte überprüft werden.
          Diese Filter ”lernen” auch, was z.B. bedeutet, daß eine mail bereits im SPAM Filter abgelegt wird, wenn bestimmte, als ”unerwünscht” eingestufte Worte zu oft
          auftauchen. Oder wenn die eigene IP oder e-mail Adresse zu oft von SPAMMERN geklaut und mißbraucht wird.

          Wenn dies bewirken würde, daß nur mails im SPAM Ordner landen, die wirklich ”SPAM” sind - also unerwünschte Massen- und Werbe-mails, oder mails mit
          gefährlichen Anhängen wie Viren oder Trojanern, wäre das eine feine Sache. Aber leider werden wirklich gefährliche mails meist gar nicht erkannt.
          Vielmehr spielen bei der Programmierung der Filter vor allem auch zahlreiche Faktoren mit, die nicht unbedingt im Sinne des individuellen Users sind - soziale, moralische
          und religiöse Überzeugungen, politische und gesetzliche Vorgaben, wirtschaftliche Erwägungen der Firma, und manches andere mehr.

          Selbst wenn das mail Programm erlaubt, daß der User die Einstellungen seines SPAM Filter selbst ändert kann, garantiert dies keinesfalls, daß manche
          unerwünschte Grundeinstellungen nicht dennoch erhalten bleiben.


          Warum spreche ich über dieses Thema

          Weil es recht häufig passiert, daß Gäste oder Interessenten glauben, daß ich ihnen nicht antworte. Wenn sie dann Wochen oder Monate später mal in ihren SPAM
          Ordner sehen, entdecken sie meine mail vielleicht. Ich erhalte dann, viel später, nicht selten Nachrichten der Art ”Oh, sorry, ich habe Deine mail erst jetzt zufällig in
          meinem SPAM Ordner entdeckt…” Aber dann ist es oftmals schon viel zu spät für den erbetenen Gummi-Termin.

          Viele User aber sehen nie in ihren SPAM Ordner. Das ist dann so, wie es der deutsche Comedian Dieter Nuhr einmal am Beispiel von Hausrat erläuterte, den man
          im Keller ablegt: die Sachen sind eigentlich noch da, aber tatsächlich sind sie schon weg…

          Oder, ganz schlimm ist es natürlich, wenn der SPAM Filter so programmiert ist, daß mails nicht nur in den SPAM Ordner gelegt, sondern dort auch gleich automatisch
          gelöscht werden.
          Das ist die perfekte (Selbst-)Zensur - gerade so, als wäre im Briefkasten an der Haustür ein Schredder eingebaut, der nach Gutdünken fremder Leute gleich einen Teil
          der eingeworfenen Briefe vernichtet.
 Und man erfährt nie mehr, was zugesandt wurde, was vernichtet wurde.

          Was tun ? Mein Rat :



          - den SPAM Filter und daß SPAM Postfach im mail Programm vollständig deaktivieren !

          - täglich einmal ins Eingangs-Postfach sehen. Alle mails ansehen. 
Mails die ganz eindeutig SPAM oder sonstwie verdächtig sind, sofort löschen.

               Unklare mails öffnen und lesen, aber bei Verdacht NIEMALS einen Anhang öffnen. Wenn weiterhin verdächtig, sofort löschen.
               Nur unverdächtige und erwünschte mails aufbewahren.

               Dies ist eine tägliche kleine Mühe, aber das ist viel besser, als daß Dir wichtige mails entgehen !

               Wenn Du Dir statt dessen vornimmst, einmal wöchentlich oder monatlich oder so Deinen SPAM Ordner zu überprüfen, hast Du nicht weniger Arbeit, versäumst
               aber ggf. terminlich dringende mails.

          - wenn Du von mir auf Deine mail nach spätestens ca. einer Woche keine Antwort erhältst, schreibe mir eine SMS und teile mir mit, daß Du mir eine e-mail geschickt,
               aber keine Antwort erhalten hast. 
Mit Angabe Deiner e-mail Adresse, Deines in der e-mail verwendeten Namens, und des Datums der e-mail.
               0152-54511185
               Ich werde das dann prüfen und Dir auf alle Fälle per SMS antworten.


               ( bitte schreibe mir NUR aus diesem Grunde eine SMS; Buchungs- und sonstige Anfragen per SMS beantworte ich nicht. Derartige Anfragen NUR per
               e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )


          Übrigens

          werden solche Filter sehr häufig auch schon eingesetzt, bevor die mail den User überhaupt erreicht, nämlich bereits beim Mail Provider.
          Dagegen allerdings ist kaum etwas zu machen. Zwar bieten viele Provider sogenannte ”white lists” an, in denen man ausdrücklich erwünschte IPs oder
          mail-Adressen eintragen kann - aber wer macht sich schon diese Mühe, und außerdem garantiert dies auch nicht, daß nicht wiederum andere Filter-Komponenten
          (z.B. für ”unanständige” oder ”unangemessene” Worte, oder einfach für Inhalte, die nicht im Interesse des Providers sind) trotzdem die Weiterleitung verhindern.

          Wenn Du solch ein Verhalten Deines Mail Providers feststellst, hilft nur eines: den Provider wechseln !
          Besonders die USA, aber auch Grossbritannien sind Vorreiter dieser Bevormundung, die nichts anderes ist als Zensur; von den zahlreichen Autokratien und Diktaturen
          rund um die Welt ganz zu schweigen.
          Wenn Du solch ein Problem z.B. mit einem Provider aus den USA hast (die meisten gängigen e-mail Provider sind aus den USA !), wechsel doch auf einen deutschen,
          die sind in dieser Hinsicht meist entspannter.


          Fragen dazu an mich ?
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